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Productivity and forage quality of a phytodiverse semi-natural grassland under various management regimes
Grassland management experiment (GrassMan) was set up in 2008 on a permanent semi-natural grassland in the Solling uplands, Germany. The main research focus is on the ecosystem functioning of the phytodiverse grassland (e.g. productivity and forage quality, water and nutrient fluxes). The aim of our study was to analyse the effects of vegetation composition and functional diversity on productivity and forage quality of the semi-natural permanent grassland. Variation in sward composition was achieved by herbicide application and resulted in three sward types: control sward type (without herbicide application), monocot-reduced and dicot-reduced. Further management factors included different nutrient input levels (without fertilizer and 180-30-100 kg/ha of N-P-K per year) and use intensity (cut once or three times a year). Functional diversity was determined by estimation of the yield shares for each species in the species composition and their specific functional characteristics. Forage quality was analysed by near infrared spectroscopy (NIRS). While sward type influenced the forage quality, yield variation was explained mainly by the management regime
Analyse und Bewertung zu Stand und Entwicklungsmöglichkeiten von Futterbau und Tierernährung im ökologischen Landbau – Themenbezogenes Netzwerk Tierernährung im Ökologischen Landbau
Von der ab August 2005 in Kraft tretenden EU-Verordnung 2092/21 ausgehend diente der Workshop unter Beteiligung von Praktikern, Beratern, Vertretern der Futterwirtschaft und der Wissenschaft der Analyse und Beschreibung des Ist-Zustands sowie der Ermittlung des Handlungs- und Forschungsbedarfs auf dem Gebiet des Futterbaus und der Tierernährung im Ökologischen Landbau. Es wurden eine umfangreiche Literaturauswertung zur „100% Biofütterung“ bei Geflügel, Schweinen und Rindern vorgelegt und Informationen zu abgeschlossenen und laufenden Forschungsprojekten gegeben. In drei Arbeitsgruppen wurden spezielle Fragen der Geflügel-, Schwein- und Rinderfütterung angesprochen und beraten. Die im Ökologischen Landbau bewirtschaftungsbedingt artenreicheren Grünlandbestände und die grundsätzlich faserreichere Ernährung monogastrischer Nutztiere erfordern erweiterte laboranalytische und verdauungs-physiologische Untersuchungen zur Futterbewertung unter besonderer Berücksichtigung der intestinalen Mikrobiologie hinsichtlich Nährstoffverwertung, insbesondere Aminosäuren, Immunfunktion und Infektionsgeschehen. Tiergenotyp-Futter-Interaktionen sind noch weitgehend unbekannt, müssten aber zwecks Nutzung geeigneter Nutztierherkünfte im Ökologischen Landbau näher untersucht werden. Möglichkeiten der Futtertechnologie zur Futteraufwertung sind zu prüfen. Zusammenhänge zwischen Fütterung und Produktqualität können mit noch zu begründenden Kriterien stärker herausgestellt werden. Eine hinreichend effiziente 100%-Biofütterung von Aufzuchtferkeln ist bislang ungelöst. Für Auslauf- und Freilandhaltung von Geflügel und Schweinen sollten Cafeteria-Systeme weiterentwickelt werden. Unvermeidbare Stickstoffausscheidungen der Nutztiere müssen hinsichtlich Düngungsmanagement und betrieblicher Stickstoffeffizienz optimiert werden
Auf die Auslaufbepflanzung gerichtetes Verhalten von Legehennen bei unterschiedlicher botanischer Zusammensetzung und Bodendeckung der Grasnarbe
In organic laying hens husbandry it is desirable that the animals cover a proportion of their daily fodder intake by foraging in the outside run, e.g. by grazing. So far, however, few studies have investigated the factors which influence herbage intake of laying hens. In the present experiment we analysed the foraging behaviour of laying hens in the outside run at different conditions of sward botanical composition and of percentage ground cover of vegetation. The animals were taken to pasture on monocultures and a mixed plot of fourteen grassland plant species for three levels of period of stay in a rotational grazing system. By means of point sampling, we recorded scratching, plant pecking and ground pecking. Our results indicate that the factor plant species per se is a weak determinant of the animals’ foraging behaviour. However, the tested plant species showed varying persistence at prolonged duration of stocking. Percentage ground cover of vegetation had a significant positive correlation with plant pecking and was negatively correlated with ground pecking. At a ground cover of less than 60 %, the frequency of plant pecking strongly decreased
Untersuchung der Eignung heimischer Grünlandarten für die Bepflanzung von Legehennen-Auslaufflächen
Die Erhaltung einer intakten Vegetationsdecke auf Auslaufflächen ist wichtig, um negative Umweltwirkungen der Geflügel-Freilandhaltung zu vermeiden. Im vorliegenden Projekt untersuchten wir im Rahmen einer Feldstudie die Eignung von vierzehn heimischen Grünlandarten für die Bepflanzung von Auslaufflächen. Durch die Beweidung mit Legehennen wurden bei den verschiedenen Arten signifikant (P < 0.001) unterschiedliche Anteile des Aufwuchses von den Flächen entnommen. Die Besatzleistung war bei einigen untersuchten Arten ein signifikanter erklärender Faktor für ihre Wachstumsrate nach Ende der Beweidung. Wir schließen aus unseren Daten, dass Poa supina und Festuca arundinacea gut für die Begrünung von Geflügel-Auslaufflächen geeignet sein können, da weniger als 20 % ihres Aufwuchses durch die Hühner abgefressen wurden, und ihre Wachstumsraten durch Beweidung mit unterschiedlichen Besatzleistungen nicht signifikant verändert wurden
Eignung belastungsfester Pflanzenarten für die Etablierung von Grasnarben für die Geflügel-Außenhaltung
In der Freilandhaltung von Legehennen ist die Bepflanzung der Auslauffläche sehr starken Belastungen ausgesetzt. Trotz etablierten Methoden des Auslaufmanagements hat dies häufig eine Verkahlung des Bodens zur Folge. Es besteht daher die Notwendigkeit, in Ergänzung zu den bekannten Praktiken der Auslaufpflege auch pflanzenbauliche Strategien zu entwickeln, welche zur Erhaltung einer intakten Vegetationsdecke beitragen.
In dem vorliegenden Projekt wurde die Eignung von vierzehn belastungstoleranten Grünlandgräsern und –kräutern zur Etablierung von belastbaren Grasnarben für die ökologische Geflügelhaltung untersucht. In einem Freilandexperiment wurde an Monokulturen und einer Mischsaat der untersuchten Arten die Wirkung von wiederholter Beweidung durch Legehennen in drei verschiedenen Besatzleistungen untersucht, wobei die Grasnarbenqualität, die Narbenlückigkeit und die Wachstumsraten des Aufwuchses vergleichend beurteilt wurden.
Darüber hinaus wurde das Verhalten der Tiere auf unterschiedlichen Grasnarben aufgezeichnet und seine Abhängigkeit von der Grasnarbenqualität analysiert.
Aus einer zusammenschauenden Betrachtung der gemessenen Parameter ließ sich ableiten, dass die untersuchten Kräuter generell eine geringere Eignung zur Bepflanzung von Auslaufflächen für Legehennen aufwiesen als die Grasarten. Die Bodendeckung lag bei allen untersuchten Kräuterarten nach wiederholter Bestockung mit hoher Besatzleistung durchschnittlich unter 60 %, bei einigen Arten war gleichzeitig eine signifikante Abnahme der Dichte der Vegetationspunkte feststellbar. Insgesamt die höchste Leistungsfähigkeit unter den untersuchten Arten zeigten Poa supina und Festuca arundinacea, bei welchen nach wiederholter Bestockung Bodendeckungsgrade von über 80 % und relativ konstante Werte für Triebdichte und Wachstumsraten gemessen wurden
Nährstoffverfügbarkeit und Nährstoffnutzung von klee- und kräuterreichen Aufwüchsen ökologisch bewirtschafteten Grünlandes entlang der Produktionskette Erzeugung - Konservierung - Verdauung
Ziel des Vorhabens war es, kräuterreiche Grünlandaufwüchse, die im Ökologischen Landbau eine große Bedeutung haben, im Hinblick auf die Futterqualität und die Tierernährung zu bewerten. Für Frühjahrs- und Sommeraufwüchse wurden die Futterqualitäts- und Konservierungseigenschaften eines ungedüngten kräuterreichen Grünlandes und eines ungedüngten Weißklee-Weidelgrasbestandes mit dem eines mit mineralischem Stickstoff gedüngten reinen Weidelgrasbestandes (konventionelle Vergleichsvariante) verglichen. Beim kräuterreichen Grünland bestand der Kräuteranteil aus den feinblättrigen Arten Löwenzahn und Spitzwegerich. Futter wurde im Labormaßstab einsiliert und die Gärfähigkeit sowie die Silagequalität ermittelt. Die Verdauungsphysiologie wurde anhand der Pansensimulationstechnik ‚Rusitec’ studiert. Die kräuterreichen Aufwüchse wiesen eine im Vergleich zum reinen Grasbestand gute Siliereignung und Silagequalität auf mit geringen Ammoniakgehalten und niedrigem Proteinabbau. Kräuterreiches Futter enthielt weniger Rohprotein und Gerüstsubstanzen. Bei der Enzymlöslichkeit der organischen Substanz (ELOS) und der energetischen Bewertung (HFT) traten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Varianten auf. Dagegen erwiesen sich die Silagen aus kräuterreichen Aufwüchsen in der Pansensimulation als geringer abbaubar, die mikrobielle Zell- bzw. Proteinsynthese war im Vergleich zur Gras-Klee- und insbesondere gegenüber der Grasvariante vermindert. Die Ergebnisse weisen auf ein hohes, N-effizientes Verwertungspotential kräuterreicher Grünlandaufwüchse in der Wiederkäuerfütterung hin. Es bleibt zu klären, ob die nicht mikrobiell im Pansen abbaubaren Futterbestandteile postruminal zur Energie- und Nährstoffversorgung des Wiederkäuers beizutragen vermögen
Sortenunterschiede in Blattmasseertrag bei Rotklee und Luzerne
Aufgrund des hohen Proteingehalts und günstigen Aminosäurenprofils der Blätter von Luzerne und Rotklee wird der Blattmasse immer mehr Bedeutung zugeschrieben. Jedoch liefern bisher vorhandene Ergebnisse nicht ausreichend Informationen in Bezug auf den zu erwarteten Blattertrag unter Berücksichtigung von Sorte und Standortunterschieden wie z.B. Klima oder Bodenart. Um den Einfluss des Standortes auf den Blattertrag ausgewählter Luzerne- und Rotkleesorten aufzuklären, wurde im Sommer 2017 auf vier Luzerne- und fünf Rotkleestandorten in Hessen, Thüringen und Bayern ein langjähriges Experiment gestartet. Die Ergebnisse der ersten Beprobung zeigen, dass sowohl die diploiden als auch die tetraploiden Rotkleesorten hohe Blattmasseerträge liefern. An Standorten mit optimalen Witterungsbedingungen für die Rotkleeentwicklung sind beide Gruppen wettbewerbsfähig. Jedoch, beim Auftreten von extremen Witterungsfaktoren zeigen sich tetraploide Rotkleesorten weniger anfällig und bieten stabilere Blattmasseerträge. Die Luzernesorten zeigen starke Wechselwirkungen zwischen Sorte und Umwelt, wodurch keine Trends bei den Blattmasseerträgen der Luzernesorten zu erkennen waren.
Die präsentierten Ergebnisse sind Teil eines laufenden Versuchsvorhabens. Um belastbare Aussagen zur Leistungsfähigkeit, der in Deutschland in größerem Umfang angebauten Luzerne- und Rotkleesorten für ihren Blattmassenertrag zu liefern, wird das Vorhaben an den genannten Standorten fortgesetzt
Mikrobielle Proteinsynthese im Pansen bei der Verfütterung von artenreichen Grünlandaufwüchsen des Ökologischen Landbaus
Artenreiche und artenarme Grünlandaufwüchse der Jahre 2007 und 2008 wurden hinsichtlich Siliereignung und Futterwert für Wiederkäuer vergleichend untersucht. Die Sommeraufwüchse 2008 wurden siliert und in Stoffwechselversuchen an 4 pansenfistulierte Schafen allein und in Kombination mit Gerste gefüttert. Im Kot wurden die Weender Rohnährstoffe, neutrale (NDF) und saure Detergentienfaser (ADF) sowie N-Fraktionen, im Harn Gesamt-N, Harnstoff, Allantoin und Harnsäure bestimmt. Die mikrobielle Proteinsynthese wurde mittels Dauerinfusionstechnik und Verwendung von 15N als Marker gemessen.
Die artenreichen Aufwüchse wiesen hohe Anteile an Leguminosen und Kräutern auf, die artenarmen Aufwüchse bestanden nahezu vollständig aus Gräsern. Der artenarme Frühjahrsaufwuchs 2007 enthielt mehr NDF und ADF als die entsprechende artenreiche Variante. Die Silagen waren reicher an Rohprotein (XP) und Nicht-Faser-Kohlenhydraten zugunsten der artenreichen und enthielten mehr NDF und ADF zugunsten der artenarmen Variante. Die artenreiche Silage wies im Vergleich zur artenarmen Silage höhere Anteile leicht löslicher Inhaltsstoffe und in situ höhere potentielle Trockensubstanz- und NDF-Abbaubarkeiten auf. Bei Fütterung der artenreichen Silage wurden die organische Substanz, XP und ADF höher verdaut, und die Tiere schieden mehr bakteriell gebundenen Kotstickstoff sowie mehr Harnstoff über den Harn als bei Fütterung artenarmer Silage aus. Die Allantoin- und Harnsäureausscheidungen blieben unbeeinflusst von der Silageart. Die artenreiche Silage führte unabhängig von der Fütterung in Kombination mit Gerste zur Steigerung der ruminalen mikrobiellen Proteinsynthese
Analyse und Bewertung zu Stand und Entwicklungsmöglichkeiten von Futterbau und Tierernährung im ökologischen Landbau - Themenbezogenes Netzwerk Tierernährung im Ökologischen Landbau
Das Ziel des Vorhabens war es, ein Netzwerk zum Thema „Futterbau und Tierernährung im Ökologischen Landbau“ zu etablieren. Es soll dazu dienen, Fachleute aus der landwirtschaftlichen Praxis, der Beratung und der Forschung zu verbinden, um einen Wissensaustausch zu ermöglichen und durch inter- und transdisziplinäre Diskussionen Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen. Zur detaillierten Analyse und Bewertung der Problematik wurden Arbeitsgruppen gebildet, die für die Bereiche Rinder-, Schweine- und Geflügelfütterung jeweils den Handlungsbedarf aufzeigen und Lösungsansätze für die bedarfsgerechte Versorgung dieser Nutztiere insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung der 100 % Biofütterung erarbeiten sollten. Ergänzend dazu wurde eine umfangreiche Literaturrecherche und Schwachstellenanalyse durchgeführt. Die Steuerungsgruppe als zentrales Organ legte die Arbeitsweise des Netzwerks fest und gab die Inhalte vor, die als Grundlage für Diskussionen und wissenschaftliche Auseinandersetzungen dienen sollten. Sie wirkte beratend bei der Ausarbeitung der Schwachstellenanalyse mit und formulierte die Ziele des im Rahmen des Projektes durchgeführten Workshops. Die Koordination des gesamten Vorhabens oblag dem Zentrum Landwirtschaft und Umwelt der Universität Göttingen.
Auf einem Workshop im März 2007 wurden die Ergebnisse der Netzwerkarbeit vorgestellt und mit Experten aus Wissenschaft, Beratung und Praxis diskutiert und bewertet. Empfehlungen für Futterbau und Tierernährung im ökologischen Landbau wurden differenziert nach Umsetzungs- und Forschungsbedarf formuliert. Zusätzlich wurden die Ergebnisse in der Zeitschrift „Ökologie und Landbau“ in Form eines Sonderheftes publiziert und so einer breiten landwirtschaftlichen Fachöffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Arbeit im Netzwerk hat sich als effiziente Methode erwiesen, vorhandenes Wissen zwischen und innerhalb der einzelnen Disziplinen und Institutionen zu transferieren und zu bündeln. Sie sollte im Interesse aller Beteiligten weitergeführt werden, um den wissenschaftlichen Austausch weiter zu entwickeln und für Kooperationen in der Forschung, aber auch zwischen Praxis und Forschung zu nutzen
Perspectives of agricultural policy after 2013 in Lower Saxony: Recommendations of Agricultural Scientists for the State Agricultural Policy
Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Umsetzung der GAP-Reform 2013 in Deutschland und Niedersachsen: Hierbei wird zunächst der Aufschlag für die ersten 46 Hektare diskutiert. Eine ausführliche politische Begründung dieser Maßnahme von Seiten der Agrarpolitik liegt bisher nicht vor. Es werden mögliche wissenschaftliche Begründung für eine solche Maßnahmen wie eine sozialpolitische Begründung oder eine Begründung mit Hilfe von öffentlichen Gütern diskutiert: Beide Begründungen werden verworfen, so dass das Fazit der Analyse kritisch gegenüber Hektaroption ausfällt. Auch die Wirkung der Hektaroption ist teilweise problematisch, da sie z.B. sehr große Betriebe gegenüber der Option von Degression und Kappung besser stellt. Auch die Junglandwirte-Prämie wird kritisch diskutiert, da sie kaum ein geeignetes Instrument zur Förderung von Berufseinsteigern in die Landwirtschaft darstellt. Die Umverteilung von Mitteln von der I. in die II. Säule wird dagegen positiv bewertet, da die Programme der ländlichen Entwicklung mehr Potenzial für eine zielgerichtete und effiziente Maßnahmen bietet. Abschließend wird der Konflikt zwischen Gesellschaft und Landwirtschaft bei den Themen artgerechte Haltung und umweltfreundliche Agrarproduktion dargestellt
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