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Verlässliche Dauerleistung statt fragwürdiger Höchstleistung: ökologische Rinderzucht
Die moderne Rinderzucht hat sich in eine Richtung entwickelt, die weder ethisch vertretbar noch ökonomisch sinnvoll ist. Die Alternativen heißen bäuerliche Zucht auf Lebensleistung und ökologischer Gesamtzuchtwert.
Angesprochene Themen und Gesichtspunkte:
- Anforderungen an ein gesundes, anpassungsfähiges, leistungsstarkes und langlebiges Haustier
- Eigenschaften des Rindes
- Funktionelles Exterieur
- Zuchtziel Lebensleistung
- Linienrotationszucht
- Der ökologische Gesamtzuchtwert (ÖZW): Ökologischer Milchwert (ÖMW) + Persistenz und
Leistungssteigerung (PL) + Fleischwert (FW) + Nutzungsdauer der Vorfahren (NDV) + Kalbung und Vitalität (KV) + Form und Euter (FE)
- Organisationen für Zucht auf Lebensleistun
Ein Anfang für die ökologische Schweinezucht
Das Schwäbisch-Hällische Schwein soll mit der Zuchtmethode des Ökologischen Gesamtzuchtwertes für die Haltung auf Bio-Höfen optimiert werden.
Im Jahr 2000 formierten sich – ausgehend von der Züchtervereinigung Schwäbisch-Hällisches Schwein – Züchter, Wissenschaftler und Berater zu einem Arbeitskreis und bereiteten ein Projekt „Ökologischer Gesamtzuchtwert Schwäbisch-Hällisches Schwein“ vor, das sich in das Bundesprogramm Ökologischer Landbau einbringen ließ. Bei diesem Projekt setzt man auf Projekte zum Ökologischen Gesamtzuchtwert bei Rindern, um die damit gemachten positiven Erfahrungen auf den Bereich der Schweinezucht zu übertragen.
Tabellen:
- Kriterienkatalog zu Qualitätsanforderungen
- Zuchtzielmerkmale
- Selbst gesteckte Leistungsgrenzen (ethische, qualitative, ökologische Gründe
Pionierprojekte für ökologische Rinderzucht
Der Beitrag stellt die wichtigsten bisher bestehenden Pionierprojekte für eine ökologische Rinderzucht vor:
- Arbeitsgemeinschaft für Rinderzucht auf Lebensleistung (ARGE)
- Arbeitsgemeinschaft Lebenslinien (ALL)
- Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Lebensleistungszüchter (AÖLL)
- Verein zur Erhaltung und Förderung des Schwarzbunten Niederungsrinde
Ökologischer Gesamtzuchtwert Schwäbisch-Hällisches Schwein
Das hier vorgestellte Projekt „Ökologischer Gesamtzuchtwert Schwäbisch-Hällisches Schwein“ (ÖZW-SHS) wurde unter Leitung der Züchtervereinigung Schwäbisch-Hällisches Schwein und dem Planungsbüro Ökologische Projekte im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau realisiert. Damit steht erstmals allen interessierten Züchtern dieses Zuchtwertschätzverfahren zur Verfügung und kann entsprechend von anderen Zuchtorganisationen genutzt werden.
Bei dieser ersten Entwicklungsstufe des ÖZW-SHS musste auf die zur Verfügung stehenden Daten zurückgegriffen werden. Es werden aber weitere Parameter, die für eine ökologische und qualitätsbewusste Erzeugung von ausschlaggebender Bedeutung sind, vorgestellt.
Dabei ist zu unterscheiden welche Erwartungen die verschiedenen Gruppierungen von Erzeuger, Verarbeiter und Verbraucher an das Produkt Schweinefleisch stellen. Je höher der Qualitätsanspruch ist, desto stärker nähern sich diese Vorstellungen an.
Die Züchtung liefert die Grundvoraussetzungen für ein solches hoch qualitatives Produkt. Die gesamte Organisationsstruktur der Züchtervereinigung sowie die Populationsstruktur der ZVSH werden vorgestellt.
Zukünftig wird sich die Züchtung bedingt durch Einsparungsmaßnahmen verstärkt auf die Datenerhebung aus einer gelenkten Feldprüfung stützen müssen. Die dazu erforderlichen Rahmenbedingungen werden erläutert. Der Erzeugerschlachthof Schwäbisch-Hall AG bietet die Grundvoraussetzungen für die dazu erforderliche Datenerhebung, die über die Züchtervereinigung Schwäbisch-Hällisches Schwein dann in Form des ÖZW-SHS verrechnet wird. Für die Berechnung eines um ökologische und qualitative Parameter erweiterten ÖZW werden zur Zeit die ersten Schritte unternommen.
Der ÖZW-SHS bietet die Vorteile der:
- Schätzung von Einzelzuchtwerten in Naturaleinheiten für alle Merkmale
- Unabhängigkeit von ökonomischen Gewichten
- Zusammenfassung der Einzelmerkmale zu einem Gesamtzuchtwert unabhängig von der Zuchtwertschätzung und ist dadurch flexibel für die Anpassung an neue Marktsituationen
- Möglichkeit der ständigen Beobachtung des genetischen Zuchtfortschritts
- Anwendbarkeit auf andere Schweinerassen
Naturgemäße Rinderzucht
Anhand einer ganzheitlichen Betrachtungsweise werden züchterische Grundlagen vorgestellt, die für alle landwirtschaftlichen Nutztiere Gültigkeit besitzen.
Ausgehend von der Berücksichtigung biologisch funktioneller Zusammenhänge und des Verständnisses der Züchtung als Weiterführung der Evolution wird die Konstitution als Basis für jede Spezialleistung dargestellt. Die genauere Betrachtung des Rindes als Lauftier, Wiederkäuer und Säugetier zeigt wesentliche Zusammenhänge zwischen Exterieur, Funktion und Leistung. Die energetische Lebensleistung eines Tieres ist als die Summe seiner genetischen Veranlagung innerhalb der Umwelt zu verstehen und besitzt daher eine große Bedeutung als höchstrangiges Merkmal für die Zucht, welches alle anderen Kriterien und Merkmale beinhaltet.
Die Grundlagen der Linienzucht bilden die Basis für das Zuchtprogramm der "Arbeitsgemeinschaft für Rinderzucht auf Lebensleistung", dessen Zuchtlinien kurz vorgestellt werden. Es wird die Entwicklung des Zuchtprogramms auf Lebensleistung beschrieben und dessen Verbreitung über Deutschland, Österreich, die Schweiz und die Niederlande. Abschließend werden die bisher vorliegenden Ergebnisse zusammengefasst.
Als eine weitere Alternative, die auf den Grundlagen der Lebensleistungszucht und den Erfahrungen daraus aufbaut, wird der „Ökologische Gesamtzuchtwert“ (ÖZW) vorgestellt. Er ist ein zusammenfassender Wert aller vorliegenden Leistungs- und Abstammungsergebnisse der Besamungsbullen, der den Zielsetzungen und Rahmenbedingungen des ökologischen Landbaus in besonderer Weise Rechnung trägt. Die Daten sind entsprechend ihrer Bedeutung für die Konstitution und Tiergesundheit, Leistungsfähigkeit und Ökonomie gewichtet. Der Ökologische Gesamtzuchtwert steht allen Züchtern für die Rassen Fleckvieh, Braunvieh und Gelbvieh zur Verfügung. In der Schweiz wurde der Ökologische Gesamtzuchtwert auf die entsprechenden Verhältnisse angepasst und existiert zur Zeit für Braunvieh und Holstein Friesian. Der ÖZW für Fleckvieh wird in Kürze folgen
Entwicklung eines Drucksensors mit optischer Auswertung der Membrandeformation
In diesem Artikel werden einige Elemente der Entwicklung eines Drucksensors auf der Basis eines neuen, zum Patent angemeldeten, optischen Prinzips dargestellt. Ausgangspunkt für die Entwicklung war die Forderung eines Medizingeräteherstellers nach einer Druckmessung in hochaggressiven Substanzen. Die Messung sollte vorzugsweise an einer leicht zu reinigenden Kunststoffmembran ohne Kavitäten erfolgen. Hinzu kam die Forderung nach Beständigkeit gegen hohe Medientemperaturen. Durchgeführte Recherchen und Untersuchungen gemeinsam mit Partnern ergaben theoretische Ansätze zur Gestaltung der Anordnung und ihrer Umsetzung in drei Hauptbaugruppen. Umfangreiche Entwicklungsarbeiten und Versuche bestätigten die Richtigkeit der Ansätze. Das Funktionsprinzip konnte nachgewiesen werden. Bevor im Einzelnen auf die Neuentwicklung Bezug genommen wird, soll kurz der Stand der Technik im Bereich Druckmessung/Drucksensorik dargestellt werden
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